Seit 1986 widmet sich die Rudolf-Klobauer-Stiftung mit unermüdlicher Hingabe der Bewahrung, Erforschung und – wo immer angebracht – der gebührenden Verherrlichung des Lebenswerks unseres größten Sohnes. Kein Manuskript ist uns zu unbedeutend, kein Briefumschlag zu unscheinbar, keine Anekdote zu nebensächlich, um nicht mit derselben Sorgfalt katalogisiert zu werden, die andere Institutionen vielleicht bedeutenderen Persönlichkeiten vorbehalten mögen.
Getragen vom Stolz einer ganzen Stadt und finanziert aus großzügigen Spenden sowie den Eintrittsgeldern des Rudolf-Klobauer-Hauses, verstehen wir uns nicht nur als Hüter eines Nachlasses, sondern als Wächter einer Idee: dass sich wahre Größe nicht an der Zahl der Leser bemisst, sondern an der Beharrlichkeit ihrer Verehrer.
Wir laden Sie herzlich ein, sich selbst von der zeitlosen Bedeutung unseres Wirkens zu überzeugen.
Der Stiftungsrat
Wer die Ück nicht kennt, kennt auch sich selbst nicht.
— Rudolf Klobauer
Klobauers Kröten
Archivschau im Rudolf-Klobauer-Haus – eine Sammlung bislang unveröffentlichter Notizen, Marginalien und amphibienbezogener Kuriositäten aus dem Nachlass.
Eines der vielen bislang unentschlüsselten Werke Klobauers
Rudolf Klobauer (* 11. November 1790 in Ückheim, Hessen; † 29. Dezember 1886 ebenda) gilt in seiner Heimatstadt Ückheim als der prägendste Literat der Weltgeschichte. Er schuf überregional bekannte Gedichte der Spätromantik, darunter „Der Zaunzüngler“, „Mondenschein“ und „Es dünkt mir so“. Rund 80 Prozent seiner Werke konnten bis heute nicht entschlüsselt werden, da der Literat eine derart unleserliche Handschrift pflegte. Eigenen Angaben zufolge schrieb er vornehmlich für sich selbst und für den Mond, den er seine „steinerne Konkubine“ nannte.
Klobauer war zeit seines Lebens ein großzügiger Mäzen der regionalen Kunst- und Kulturszene. So förderte er Mitte des 19. Jahrhunderts den Umbau des Ratskeller Butzbach von einer provisorischen Pferdeklinik in einen lebhaften Veranstaltungsort. Mit Ende 30 investierte er zudem einen Großteil seines Vermögens in das Unternehmen eines lokalen Flohzirkus-Magnaten – eine Entscheidung, die er später bereute.
Klobauers Erbe wird von der Rudolf-Klobauer-Stiftung erhalten, die regelmäßige Sonderschauen zu seiner Arbeit anbietet, darunter die vielfach besprochene Retrospektive „Klobauers Hosen: Weite Schritte für die Spätromantik“. Der wohl bedeutendste Forscher der Stiftung, Ernst Mensch, beschäftigt sich seit 1985 mit Klobauers Werk und ist vor allem mit der Entschlüsselung seiner unleserlichen Schriften betraut.
„Epochal bedeutsam und gleichsam ertraglos.“— Ernst Mensch, über seine eigene Forschungsarbeit
Mittels modernster K.I.-Technologie konnte im Mai 2026 endlich ein erstes Werk dechiffriert werden. Es entpuppte sich als Einkaufszettel. Über das Erbe des Dichters ist dennoch wenig bekannt – laut Aussage der Bürgermeisterin von Ückheim, Uschi Kampfross, lagern noch mehrere tausend ausgestopfte Frösche und Kröten im Archivkeller der Stadt.
„Noch mehrere tausend ausgestopfte Frösche und Kröten im Archivkeller.“— Uschi Kampfross, Bürgermeisterin der Stadt Ückheim